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Nicht nur in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit wird Zeitarbeit zu einer echten Alternative.
Zeitarbeiterinnen sind festangestellt - bei der Zeitarbeitsfirma, die sie wiederum
an verschiedene Betriebe "ausleiht". So können die Frauen unterschiedliche
Unternehmen und Arbeitsfelder kennen lernen und Berufserfahrung sammeln.
Für einige Unternehmen dient Zeitarbeit nicht nur dazu, aktuelle Personalengpässe zu überbrücken. Vielmehr nutzen sie diese als eine Art Auswahl-Instrument. Will ein/e Abteilungsleiter/in eine offene Stelle besetzen, kann sie oder er die Mitarbeiterin auf Zeit erst einmal unverbindlich im beruflichen Alltag "testen" und schauen, ob die neue Kollegin ins Team passen könnte. Zeitarbeit wird so zu einem Baustein der Personalauswahl. Das Gleiche gilt natürlich auch andersherum: Auch die Zeitarbeitnehmerin blickt hinter die Kulissen des Unternehmens. Gefallen mir das Betriebsklima und das Umfeld? Könnte ich an der Aufgabe Spaß haben? Nach einer solchen "Probe-Zeit" wird schnell klar, ob es ein Job auf Dauer sein könnte oder nicht ...
Zeitarbeit kann für Frauen also durchaus eine Perspektive sein. Aber Achtung: Es gibt auch schwarze Schafe! Bevor Sie einen Arbeitsvertrag abschließen, sollten Sie sich vergewissern, dass die Zeitarbeitsfirma eine unbefristete Genehmigung der Agentur für Arbeit zur Arbeitnehmerüberlassung hat und Mitglied im BZA (Bundesverband Zeitarbeit) ist.
Im Arbeitsvertrag sollten Details - vor allem zur Tätigkeit, zu Einsatzregionen, Arbeitszeit und Klauseln zur Versetzung - eindeutig festgehalten sein. Besondere Vorsicht ist bei so genannten "Versetzungsklauseln" angebracht: Die ermöglichen es dem Verleiher (also der Zeitarbeitsfirma) nämlich, Fachkräfte in weniger anspruchsvollen Jobs unterzubringen.
Die Regionalstelle FRAU UND BERUF hat bis zum Jahr 2001 mit "START Zeitarbeit NRW" das Modellprojekt "Zeitarbeit für Frauen" durchgeführt. "START Zeitarbeit" verfolgt diesen Ansatz in der Region weiter.
Weiter Informationen zu dem Thema finden sie hier:
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